Blood Compact

In Bool, einem kleinen Dorf, ca. 3 km östlich von Tagbilaran, auf der Insel Bohol, schlossen am 16. März 1565 Don Miguel Lopez de Legazpi und der Häuptling  Raja Datu Sikatuna einen Friedens- und Freundschaftsvertrag. Zur Bekräftigung ließen sie ihr Blut in einen Becher mit Wein tropfen, den sie anschließend austranken.

Legaspi ist der Eroberer der Philippinen. Von Bohol wandte er sich nach Cebu und wenig später hatte er die gesammten Visayas eingenommen. Als im Jahr 1571 Manila viel, war die spanische Herrschaft auf den Philippinen gesichert. Diese Herrschaft bedeutete, nach streng katholischer Manier, Ausbeutung und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung, die despektierlich als "Indios" bezeichnet wurde.

In Bool wetteifern 2 Plätze darum, der Originalschauplatz des Blood Compact gewesen zu sein. Ein paar 100m neben dem offiziellen Gedenkstein, erinnern Bronzeplastiken an das historische Ereignis.

Unverständlich ist, daß der Blood Compact von den Filipinos als erster internationaler Freundschaftspakt gepriesen und gefeiert wird. In den Broschüren der Tourist Information wird auf die hier besiegelte Freundschaft mit Spanien hingewiesen. Freundschaft, eine merkwürdige Bezeichnung für Kolonialismus. 

Da sind die amerikanischen Indianer schon weiter, die gegen die Feierlichkeiten zur Entdeckung Amerikas protestierten.

Natürlich darf an solch historischer Stelle, der große Bruder und 2. Kolonialherr nicht fehlen, mit dem typisch amerikanischen Motto: 

"In Coke, we trust".

 

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